Créteil


Créteil


Créteil ist eine französische Gemeinde mit 90.605 Einwohnern (Stand 1. Januar 2017) in der südöstlichen Banlieue von Paris, Präfektur des Départements Val-de-Marne in der Region Île-de-France. Die Einwohner werden Cristoliens genannt.

Die Stadt ist seit 1966 Sitz des römisch-katholischen Bistums Créteil. Ferner befindet sich in Créteil auch der Hauptcampus der Universität Paris XII.

Lage

Die Stadt liegt an der Marne, elf Kilometer südöstlich des Zentrums von Paris und gehört damit zum Großraum Paris. Im Südwesten des Stadtgebiets liegt der künstlich angelegte Lac de Créteil am Rande eines größeren Parks mit zahlreichen Freizeitmöglichkeiten.

Bevölkerungsentwicklung

Verkehr

Die Pariser Metrolinie 8 verbindet die Stadt mit dem Verkehrsnetz im Großraum Paris. Créteil hat vier U-Bahnhöfe, die Station Pointe du Lac ist die östliche Endstation der Linie 8. Ferner wird die Stadt von den Linien RER D und RER A des regionalen Schnellbahnnetzes RER bedient. Zahlreiche Buslinien sorgen für eine gute Erschließung der Stadt durch den öffentlichen Personennahverkehr.

Im Westen verläuft die Pariser Ringautobahn Autoroute A 86 mit zwei Anschlussstellen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • ein neolithischer Schleifstein
  • Taubenhaus aus dem 14. Jahrhundert (Monument historique)
  • Präfektur am Lac de Créteil und die Residenz des Präfekten, das sogenannte Château des Mèches (1863)
  • im Jahr 1976 eingeweihte und 1987 zur Kathedrale erhobene Kirche Notre-Dame de Créteil, die in dieser Funktion die seit 1966 als Kathedrale fungierende Kirche St. Louis de Choisy-le-Roi ablöste.
  • Justizpalast (1976–1978), Architekt Daniel Badani
  • Kunst- und Kulturzentrum Maison des Arts de Créteil (MAC)
  • Monument à la Résistance et à la Déportation (1974), ein Denkmal zur Erinnerung an Widerstand und Deportation, in der Nähe der Präfektur

Regelmäßig findet ein Frauenfilmfestival statt.

Städtepartnerschaften

Persönlichkeiten

  • Jacques Barzun (1907–2012), Philosoph und Historiker
  • Philippe Chatrier (1926–2000), Journalist, Tennisspieler und -funktionär
  • Pierre Trentin (* 1944), Radrennfahrer
  • Sheila (* 1945), Sängerin
  • Stéphane Caristan (* 1964), Leichtathlet
  • Sammy Traoré (* 1976), malischer Fußballspieler
  • Sylviane Félix (* 1977), Sprinterin
  • Marc Raquil (* 1977), Sprinter
  • Maxim Nucci (Yodelice) (* 1979), Musiker und Produzent
  • Laëtitia Tonazzi (* 1981), Fußballspielerin
  • Christopher Samba (* 1984), kongolesischer Fußballspieler
  • Mohamed Diamé (* 1987), Fußballspieler
  • Camille Serme (* 1989), Squashspielerin
  • Estelle Mossely (* 1992), Boxerin
  • Cynthia Leduc (* 1997), Sprinterin
  • Dan-Axel Zagadou (* 1999), Fußballspieler

Literatur

  • Le Patrimoine des Communes du Val-de-Marne. 2. Auflage. Flohic Editions, Charenton-le-Pont 1994, ISBN 2-908958-94-5. 

Weblinks

  • Webpräsenz von Créteil (französisch)

Einzelnachweise


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