Pontault-Combault


Pontault-Combault


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Pontault-Combault ist eine französische Gemeinde mit 37.747 Einwohnern (Stand 1. Januar 2017) im Département Seine-et-Marne in der Region Île-de-France. Sie gehört zum Arrondissement Torcy und ist die einzige Gemeinde und damit zugleich chef-lieu (Hauptort) im Kanton Pontault-Combault. Die Einwohner heißen Ponto-Combalusiens oder Pontellois-Combalusiens.

Geographie

Pontault-Combault liegt 20 Kilometer ostsüdöstlich von Paris am Flüsschen Morbras, einem Zufluss der Marne.

Der Ort grenzt im Norden an Émerainville, im Osten an Roissy-en-Brie, im Südosten an Ozoir-le-Ferrière, im Süden an Lésigny, im Südwesten an La Queue-en-Brie (Département Val-de-Marne), im Westen an Le Plessis-Trévise (Département Val-de-Marne) und im Nordwesten an Noisy-le-Grand (Département Seine-Saint-Denis).

Im Süden der Gemeinde breitet sich ein Teil des Forêt de Notre-Dame aus.

Verkehr

Der Bahnhof Émerainville - Pontault-Combault liegt an der Bahnstrecke Paris–Mulhouse. Durch den Ort führt ein Teil des dritten Autobahnringes um Paris, die Francilienne (als A104 bzw. Route nationale 104 bezeichnet). Diese kreuzt sich hier mit der N 4, die zur deutsch-französischen Grenze bei Strasbourg und Kehl führt.

Geschichte

Pontault wird als Pontelz 1079 erstmals erwähnt. Vermutlich rührt der Name von der lateinischen Bezeichnung für eine kleine Brücke her (ponticellum). 1839 wurden die Gemeinden Pontault und Combault zusammengelegt. Erst ab dem 20. Jahrhundert entwickelte sich die Gemeinde zu einer banlieue im Osten Paris. Ab den 1970er Jahren stieg die Einwohnerzahl über 10.000, während sie noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts unter 1.000 lag.

Sehenswürdigkeiten

  • Kirche Saint-Denis aus dem 13. Jahrhundert
  • Château de Combault aus dem 18. Jahrhundert, heutiges Rathaus
  • Château Candalle aus dem 19. Jahrhundert, heute eine Schule
  • Château de Bois La Croix aus dem späten 19. Jahrhundert
  • Centre Photographique d'Île-de-France, Galerie für Fotografie und zeitgenössische Kunst

Partnergemeinden

  • Portugal Caminha, Portugal, seit 1978
  • Deutschland Beilstein, Baden-Württemberg, Deutschland, seit 1984
  • Elfenbeinküste Anyama, Elfenbeinküste, seit 1988
  • Rumänien Rădăuți, Rumänien, seit 1990

Persönlichkeiten

  • Maurice Papon (1910–2007), Politiker, Minister und Nazi-Kollaborateur
  • Catherine Lefèbvre (1753–1835),
  • Cécile Nowak (* 1967), Judoka und Olympiasiegerin 1992
  • Serge Gakpé (* 1987), Fußballspieler (Stürmer)
  • Anne-Sophie Mondière (* 1979), Judoka und Europameisterin
  • François Bréda (* 1956), postmoderner Schriftsteller und Theaterwissenschaftler
  • Michel Denêtre (* 1987), Rugbyspieler
  • Arthur Joly (* 1988), Rugbyspieler
  • Jérôme Morin (* 1973), Schriftsteller, Naturschützer und Ornithologe

Literatur

  • Le Patrimoine des Communes de la Seine-et-Marne. Flohic Editions, Band 2, Paris 2001, ISBN 2-84234-100-7, S. 1231–1235.

Weblinks


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